Pferdepsychologie Linda Schüller

„Die Pferdedusche“ oder „Überfallkommando Wasserschlauch“

An vielen Ställen gibt es Waschplätze, an denen man seinem Pferd an heißen Tagen mit kaltem Wasser etwas Abkühlung verschaffen kann.
Wer etwas über pferdisches Ausdrucksverhalten lernen will, muss es sich nur einmal in der Nähe eines solchen Waschplatzes in der Sonne gemütlich machen und beobachten.
Wasser marsch! Hochdruckreiniger deluxe, Pferde mit hochgerissenem Kopf, rückwärts drängend, die Augen weit aufgerissen… zwischendurch der mahnende Ruf des Duschers, dass das Pferd sich doch bitte nicht so anstellen möge.

Aber von vorne. Wenn du an einem heißen Tag ins Freibad gehst, was tust du?
Ziehst du dir die Badesachen an und hüpfst als erstes vom 5m Brett ins kalte Wasser, oder gehst du erst einmal behutsam vor, bevor du dich ganz in die Fluten stürzt?

Die Baderegel Nr.2 der Deutschen Wasserwacht lautet wie folgt:
„Springe nie erhitzt ins Wasser! Kühle dich vorher ab!“
Immer wieder liest man in der Zeitung von Todesfällen nach Kreislaufzusammenbrüchen bei einem Sprung in kalte Wasser.

Bei jedem Saunagang wird man daran erinnert, sich nach dem extremen Schwitzen langsam abzukühlen. Die kalten Wassergüsse sollten immer zum Herzen hin erfolgen, zuerst das rechte Bein von den Zehenspitzen über die Knöchel bis zum Knie und zur Hüfte, danach ebenso auf der linken Seite, anschließen den rechten Arm vom Hand bis zur Schulter, danach die linke Seite ebenso und erst abschließend der Rumpf.

Beim Pferd ist es nicht anders!

…Wie duschst du dein Pferd?
Geht dein Pferd gerne mit dir zum Waschplatz? Bleibt es entspannt dort stehen oder musst du es am Weglaufen hindern?

4 thoughts on “„Die Pferdedusche“ oder „Überfallkommando Wasserschlauch“

  1. TANJA MANN

    Ich Dusche meine Pferde immer ganz behutsam. Ich fange in der Regel an den Hufen, und Beinen von hinten nach vorne an und gehe langsam hoch.. Aber 5min bleibe ich an den Beinen bevor ich langsam weiter nach oben gehe. Hals Bauch und zum Schluss den Rest des Körpers. Kopf spare ich immer komplett aus.

    LG Tanja

  2. Jessi

    Hallo, wir fangen beim abspritzen immer hinten an den fesseln an und wandern dann bis zum Sprunggelenk. Vorne auch bis zum „Knie“ dann wieder hinten von unten nach oben zur Rübe immer Etappenweise. Zuletzt den Bauch. Nieren / Sattelfläche wird ausgelassen. Das Pony bleibt ruhig stehen und genießt es 🙂 anders hab ich es noch nie gemacht. LG.

    1. admin Post author

      Hallo,
      ja, die Pferde zeigen uns oft sehr genau, was sie mögen und was nicht. 🙂
      Schön, dass dein Pferd bei der Abkühlung so gut entspannen kann!
      Viele liebe Grüße,
      Linda

Schreibe einen Kommentar zu TANJA MANN Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Facebook
YouTube
Pinterest